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Kurze Geschichte der Stadt Slaný

Laut Bericht in der Chronik von Václav Hájek von Libočany wurde die Siedlung Salzhügel im Jahre 750 vom Fürst Nezamysls Diener Holot gegründet, der unter dem Berg eine Salzquelle fand und auf Antrieb des Fürsten in ihrer Nähe eine Siedlung von Salzwerken gründete. Einen Grund zur Gründung der Siedlung kann man auch im Zusammenhang mit dem alten Handelsweg finden, der von Žatec nach Prag führte und auch mit den Ausgrabungen nachgewiesen wurde. Hier, nicht weit von der Salzquelle, an der Furt des Roten Bachs, gründeten die Benediktiner ein Hospiz und wahrscheinlich im Jahre 1136 errichteten sie hier die St.Gotthardskirche.

Pražská brána ve Slaném - painting from 1855

Die nachfolgend entstandene Siedlung wurde bald ein Markt und gehörte zum Prager Kreis. Die erste Erwähnung von Slaný reicht im Dokument vom Papst Gregor IX. ins Jahr 1239 zurück. Es gibt zwei Daten, nach denen Slaný zur Stadt erhoben wurde - und zwar 1295 und 1305. Damals wurde die Stadt verschanzt. Im Mai 1371 brach auf dem Stadtmarkt ein Brand aus, der alle Häuser auf dem Platz ergriff.

Im entstandenen Chaos verstopften die Fuhrwerke und drängelnde Menschen die Tore so, dass im Feuer ca. 2.000 Personen ums Leben kamen und fast die ganze Stadt niederbrannte. Zu ihrer Erneuerung trug König Karl IV. bei, als er der Stadt neue Vorrechte einräumte und ihre Einnahmen vermehrte.

Die Hussitenkriege zogen die Stadt in den Wirbel der Ereignisse hinein und die Stadt büßte für den Streit zwischen Taboriten und Prager. Im Jahre 1425, nachdem sich die Schlaner den friedlicheren Pragern anschlossen, rückten die Taboriten in Slaný an und nach zwölf Tagen nahmen sie die Stadt durch Verrat ein. Von dieser Zeit bis zur Schlacht bei Lipany im Jahre 1434 war Slaný Taboritenstadt. Nach der Niederlage der Taboriten entkamen die Schlaner der Zinsknechtschaft der vorläufigen Landesregierung. König Jiří von Poděbrady begünstigte Slaný mit vielen Privilegien und genoss hier hohes Ansehen.

In den Jahren 1461 - 1472 wurden die Schanzen um die Stadt herum erneuert und einige Tore und Basteien gebildet. Im Jahre 1482 gründeten die Städte Žatec, Louny und Slaný einen Wehrverein und in demselben Jahr fand in Slaný eine Konvokation der utraquistischen Gruppe statt. Die Stadt nahm an "der Schmalkalder Erhebung" teil und wurde dafür mit der Abmeierung von Bauernhöfen in den umliegenden Dörfern bestraft.

Vielleicht am schlimmsten büßte Slaný für die Ereignisse nach der Schlacht auf dem Weißen Berg. Schlaner beteiligten sich an dem Aufstand im Jahre 1618 und bewirteten innerhalb der Stadt die Familie des "Winterkönigs" Friedrich von der Pfalz. Königsstatthalter Jaroslav Bořita von Martinitz, der Adelige aus Smečno, machte sich die Gelegenheit zunutze und bekam Schlaner Grundherrschaft. Im Jahre 1638 wurde sie ein tatsächliches Eigentum der Familie von Martinitz.

Während des Dreißigjährigen Krieges wurde Slaný fast vernichtet. Da es auf dem Weg von Deutschland nach Prag lag, wurde Slaný mehrmals von Schweden, Sachsen und dem Kaiserheer besucht und beraubt und alles, was übrig blieb, vernichteten mehrere Brände. Auf dem Schlaner Berg wurden in den Zeiten der Gegenreformation drei Kreuze errichtet als Nachweis, dass alle Einwohner katholisiert wurden. Sie erinnern uns bis heute an die Zeiten des unmessbaren Leidens, das Slaný nach der Schlacht auf dem Weißen Berg durchmachte. Der Nachfolger von Jaroslav Bořita von Martinitz, Jiří Bořita, gab der Stadt im Jahre 1651 einige Freiheiten zurück und Bernard Ignatz von Martinitz gründete in Slaný im Jahre 1655 ein Franziskanerkloster und im Jahre 1658 das Piaristenkolleg.

Seit dem Jahre 1794 wurde Slaný wieder eine freie Stadt. Der Statut einer Bezirksstadt, den später Rakovník erhielt, wurde ihr im Jahre 1787 wieder zurückgegeben. Von 1884 bis 1918 nahm die Stadt wieder ihren Titel als königliche Stadt an, wie dies auch seit 1989 erneut geschieht.

(Materialien für diese Seite wurden von den Werbeunterlagen der Stadt Slaný übernommen)

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