1. Kulturhistorische Wanderung durch die Region Slaný
Schlan – Trpomech – Kralowitz – Schindhöfen – Derchkow – Wotrub – Klein Liditz b. Wotrub – Schlan
Vom Informationszentrum auf dem Masaryk-Platz (im Gebäude des ehemaligen Piaristenkollegs Nr. 159) gehen wir durch die Hus-Straße, dann am Stadtzentrum Grand durch die Třebízský-Straße vorbei und verlassen die Stadt. Wir setzen auf der Straße Nr. 3/23916 fort, meiden die Abbiegung Richtung Trpoměchy und nach 300 m gelangen wir rechts der Straße zu einem flachen Hohlweg. Auf der entgegengesetzten Seite finden wir ein kleines vergessenes Marterl. Es handelt sich um einen Sühnestein mit eingraviertem Kreuz. Der Sühnestein trägt die Jahreszahl 1753 und wurde auch mit der Inschrift: „ZDE VZAL SVÉ KONCE GIRZI LOSKOT“ – „HIER SETZTE GIRZI LOSKOT SEINEM LEBEN EIN ENDE“ versehen. Von diesem Sühnestein ist eine Geschichte überliefert – Loskots Marterl.
TRPOMĚCHY - TRPOMECH
Die ersten Erwähnungen des Dorfes erfolgten im 13. Jahrhundert. Im Jahr 1884 wurde hier eine kleine Kapelle errichtet. Ihr Erbauer war František Štěch. Auf dem Weg nach Královice (Kralowitz) meiden wir rechts der Straße einen dominierenden Hügel Řipec (312 m ü. M.). An diesen Ort knüpft sich die Geschichte „Vom verlorenen Schatz unter Řipec“.
KRÁLOVICE - KRALOWITZ
Auf dem Dorfplatz vor dem Haus Nr. 6 steht die Kapelle aus der Hälfte des 18. Jahrhunderts, die dem Erzengel Michael geweiht ist. In Královice ist auch eine Steinbrücke mit Plastiken des Bildhauers Vendlík von Slaný zu sehen. Die Statuen stellen die Heiligen Johannes von Nepomuk und Wenzel dar.
Große Bronzefund und Freilegung der Fundamente der keltischen Hütten belegen die prähistorische Besiedlung des Ortes Královice. Das Dorf entstand gegen Ende des 13. oder Anfang des 14. Jahrhunderts. Hier stand eine Feste, von der aus ihre Herrscher das umliegende Gebiet beherrschten und die später während der Hussitenkriege zerstört wurde. An der Weggablung Zlonice- Královice-Dřínov (Slonitz-Kralowitz-Schnindhöfen) dominiert eine barocke Passionssäule.
DŘÍNOV - SCHINDHÖFEN
Die erste Nachricht über das Dorf stammt aus dem Jahr 1316. Die hiesige St. Lukaskirche wurde zum ersten Mal im Jahr 1352 erwähnt. Später wurde sie im Barockstil umgebaut. Die Häuser Nr. 20 und 21 sind ein typisches Beispiel der volkstümlichen Architektur in dieser Region.
DRCHKOV - DERCHKOW
Das Dorf wurde im Jahr 1263 erstmals aufgeführt. Die barocke Kapelle ist dem Heiligen Adalbert (tsch. Vojtěch) geweiht. Auf dem Weg von Drchkov nach Lidice bei Otruby meiden wir rechts die am Posdener Bach (Pozdeňský potok) liegende Lužecký Mühle, die zum Dorf Drchkov gehörte. An der Weggablung hinter der Lužecký Mühle können wir geradeaus weiter nach Lidice bei Otruby fortsetzen oder nach links abbiegen und einen mehr befahrbaren bzw. begehbaren Weg nach Otruby nehmen.
OTRUBY - WOTRUB
Die archäologischen Funde im Bereich des Dorfes Otruby (Wotrub – wie die Ortschaft früher genannt wurde) sind der antiken Besiedlung zuzuweisen. Im Juli 1999 wurde hier das alte Sühnekreuz erneuert. Von Otruby können wir nach Slaný zurückkehren oder nach links Richtung Lidice u Otrub (Klein-Liditz b. Wotrub) abbiegen.
LIDICE U OTRUB - KLEIN-LIDITZ B. WOTRUB
Laut einiger Quellen wurde das Dorf Lidice Menší (Klein-Liditz – Lidicky gilt als Gegenteil zum Dorf Lidice Větší – Groß-Liditz b. Buschtiehrad /tsch. Buštěhrad/) schon in alten lateinischen Legenden erwähnt. Aus einigen können wir erfahren, dass das Dorf dem Fürsten Wenzel - dem Sohn des Fürsten Vratislav gehörte. Die erste historisch belegte Erwähnung des Dorfes stammt aus dem Jahr 1290.
Hiesige Kirche wurde zuerst unter dem Patrozinium des Hl. Wenzel, später des Hl. Andreas und schließlich des Hl. Jakobus des Älteren geweiht. Trotz mehrerer Brände und Zerstörungen blieb ihr Gebäude bis heute erhalten.
Gesamtlänge: 14 km. Der Weg ist für Touristik und Radtouristik geeignet.
Slaný – Trpoměchy 3 km
Trpoměchy – Královice 2 km
Královice – Dřínov 2,5 km
Dřínov – Drchkov 1 km
Drchkov – Otruby 2,5 km
Otruby – Slaný 3 km
Městský úřad Slaný, Velvarská 136, 274 01 Slaný, ústředna: 312 511 111, fax: 312 522 771
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