2. Kulturhistorische Wanderung durch die Region Slaný
Schlan – Klein-Kewitz und Groß-Kewitz – Pschelietz - Ledetz – Sternberg – Smetschno – Schlan
Vom Informationszentrum auf dem Masaryk-Platz (im Gebäude des ehemaligen Piaristenkollegs Nr. 159) kommen wir zum Komenský-Platz und an der Stelle, wo eines der mittelalterlichen Festungstore – das Tor „Fortenská brána“ stand, schließen wir an die Záfortenská-Straße an. Wir passieren die Straße zu Červený potok (Zum Roten Bach) und kommen auf die K. H. Borovský-Straße. Wir meiden die Přibyls Spinnerei und am Standort „Na Vyhlídce“ (Zur Aussicht), an dem eine prähistorische Siedlung freigelegt wurde, nehmen wir den Weg nach Kvíček. Wir erreichen die Kapelle aus der Hälfte des 19. Jahrhunderts, passieren die Na Chmelnici-Straße und der Weg führt uns entlang von Feldern in Richtung Kvíc. Hier steht die Kapelle mit der Jahreszahl 1892.
KVÍČEK A KVÍC – KLEIN-KEWITZ UND GROß-KEWITZ
Beide Dörfer, im Mittelalter wurden sie Klein- und Groß-Kewitz genannt, sind in ihrer Frühgeschichte schwer zu unterscheiden. Die erste Erwähnung des Dorfes Kewitz erfolgte im Jahr 1316. Bis ins Jahr 1620 wurden beide Dörfer von kleinen Adligen und der Stadt Slaný besessen. Nach der Schlacht am Weißen Berg verblieben sie im Besitz der Herrschaft Smečno. In der Gegenwart wurde hier der Weinbau erneuert.
PŘELÍC - PSCHELIETZ
Das Dorf wurde Anfang des 14. Jahrhunderts erstmals aufgeführt. Es befindet sich im Naturpark Džbán. Die St. Peter und Paulkirche wurde in der 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts errichtet. Bis zur heutigen Zeit blieben einige Fragmente des romanischen Stils und frühgotische Elemente an ihrem Gebäude erhalten. Links neben der Kirche steht ein sechsseitiger Holzglockenturm mit steinernem Sockel. Dann nehmen wir den Weg Richtung Ledce zur Ortschaft Šternberk.
LEDCE–ŠTERNBERK - LEDETZ-STERNBERG
Zum Dorf Ledce gehört auch der ehemalige Kurort Šternberk. An seiner Stelle befanden sich das Dorf und die Feste Bílý Újezdec (Weiß-Aujestetz). Der Kurort in Šternberk wurde während der Jahre 1800-1801 auf Veranlassung der Gräfin Anna von Clam-Martinic gegründet. Der Kurort bewirtete z.B. Josef Jungmann oder Karel Havlíček Borovský, an den uns die Gedenktafel am Badhaus erinnert. Von Slaný über Studeněves (Brunnendorf) nach Přelíc führte die Schmalspurbahn. In der Gegenwart sind nur ihre bescheidenen Fragmente zu sehen. Von Šternberk führt uns unser Weg an der Dr. Prokeš Quelle vorbei. Wir kommen zum Schlossgarten und meiden das Freilichttheater in Lištice, in dem im Sommer Konzerte veranstaltet werden. Sehenswert ist auch das militärische Freilichtmuseum mit kleiner Festung aus den Jahren 1935–1939 und Ausstellung der militärischen Technik, Bewaffnung und Ausrüstung. Hinter dem Freilichtmuseum biegen wir nach links ab und folgen dem Weg nach Smečno.
SMEČNO – SMETSCHNO (MUNZIFAY)
Die Geschichte der Feste in Smečno reicht bis Anfang des 13. Jahrhunderts zurück. Im Jahr 1418 kaufte sie Markvart von Martinic. Sein Sohn Bořita ließ die Feste in ein Schloss umbauen. Smečno verblieb bis ins Jahr 1921 hinein im Besitz der Familie von Martinic und Clam-Martinic. Einen weiteren Bestandteil des Schlosses bildet die Annakapelle. Hier findet jedes Jahr stets um den Anna-Tag (am 26. Juli) die Annakirchweih statt. Heute dient das Schloss als Pflegeheim und ist der Öffentlichkeit unzugänglich. Es lohnt sich aber seinen ausgedehnten Schlosspark, der mit vielen Statuen und einer Sala Terrena aus der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts verziert ist, zu besichtigen. Den Weg zum Schloss schmücken zwei Obelisken aus derselben Zeit. Platzers Statuengruppe Hlgst. Dreifaltigkeit vor dem Schloss stammt aus dem Jahr 1744. Die Kirche Hlgst. Dreifaltigkeit wurde in der 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts errichtet. In die Außenmauern der Kirche sind die Grabsteine der hiesigen Adeligen eingelassen. Gegenüber der Kirche steht das Renaissancegebäude des Dekanats, das am Ende des 16. Jahrhunderts ausgebaut wurde. Die Donatusstatue daneben hatte ihren ursprünglichen Platz in den Feldern unweit von Smečno. Der steinerne Obelisk mit dem Kreuz vor der Schule datiert ins Jahr 1607. Die Statue des Hl. Georg auf dem Platz stammt aus dem 18. Jahrhundert. Nach dem Spaziergang durch Smečno können wir den Rückweg nach Slaný zu Fuß oder mit dem Bus einschlagen oder uns an eine weitere Route anschließen lassen.
In Slaný neben der Hauptstraße in Richtung Smečno linker Hand, gegenüber der Franz-Mühle, biegen wir zur Grabeskapelle (1664) ab. Wir folgen dem aufsteigenden Weg zwischen den Gärten bis zum Kreuz. Dort biegen wir nach rechts ein und gelangen auf einen leicht aufsteigenden Waldweg, der direkt zur Kapelle führt.
Gesamtlänge: 17,5 km. Der Weg ist für Touristik und Radtouristik geeignet.
Slaný – Kvíček 1,5 km
Kvíček – Kvíc 1,5 km
Kvíc – Přelíc 1,5 km
Přelíc – Ledce/Šternberk 3 km
Ledce/Šternberk – Smečno 4 km
Smečno – Slaný 6 km
Městský úřad Slaný, Velvarská 136, 274 01 Slaný, ústředna: 312 511 111, fax: 312 522 771
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