8. Kulturhistorische Wanderung durch die Region Slaný - Kurze Umrundung
Der Masaryk-Platz (mit einer Fläche von 1 ha 35 a und 13 m²) bildet historisches Zentrum und lebendiges Herz der Stadt Slaný. Der Platz erlebte hunderte von christlichen und profanen Festen, empfing die Volksmengen während der Kundgebungen und an großen Tagen der Geschichte der Stadt und des Volkes hallte ein Jubel durch ihn.
Er war Schauplatz vieler prächtiger Adels- und Königsbesuche und Zeuge der Zusammenrottungen der verschiedenen Armeekorps und Delegationen der Partnerstädte. Im Jahr 1425 beleuchteten ihn die Brandhaufen der Fleischereien, auf denen die hussitischen Taboriten nach einer langen Belagerung der Stadt viele ihre Verteidiger verbrannten.
Inmitten des Platzes stand der Pranger und weitere Instrumente damaliger Justiz (Breche, Korb und Kreis mit Ketten). Die höchste Strafe wurde auf dem für diesen Zweck ausgebauten Richtplatz mit dem Schwert exekutiert. Die letzte öffentliche Hinrichtung fand am 1. September 1656 statt. Im Jahr 1681 wurde auf dem Platz eine neue Pestsäule der Hl. Dreifaltigkeit aufgerichtet. Im Jahr 1920 wurde sie aber niedergerissen und vernichtet. Der ursprüngliche runde Brunnen aus dem Jahr 1529 wurde gegen Ende des 16. Jahrhunderts umgebaut. Der neue Brunnen wurde hier erst im Jahr 1825 ausgebaut. Seine heutige Gestaltung erhielt der Brunnen im Jahr 1873 vom Bildhauer Wurzel. Im Jahr 2006 erfolgte seine umfangreiche Renovierung. Drei Kreuze aus Basaltsteinen erinnern uns an Orte und Ereignisse aus dem April 1425. Damals während der hussitischen Exzesse wurden Bürgermeister, Schöffe und Verteidiger der Stadt verbrannt.
Die Statue unseres ersten Präsidenten Masaryk wurde auf dem Platz in Slaný am 28. Oktober 2000 enthüllt. Die Statue stammt aus der Werkstatt der Bildhauer Miroslav Pangrác und František Radvan und des Erzgießers Petr Dvořák.
DAS EHEMALIGE PIARISTENKOLLEG
Auf dem leeren Grundstück anstelle der während des Dreißigjährigen Kriegs vernichteten Häuser wurde am 1. Juli 1658 vom Grafen Bernard Ignác Bořita von Martinic das Piaristenkolleg gegründet und im Jahre 1660 wurde die Anstalt fertig erbaut. Das Piaristenkolleg und die Gelöbniskirche dienten zur Erziehung der Jugend bis zum Umzug des Gymnasiums ins neue Gebäude auf dem heutigen Smetana-Platz im Mai 1939. Der linke Flügel des Piaristenkollegs fungierte in den Jahren 1846-1877 als erstes stehendes Theater der hiesigen Amateurschauspieler. Im September 1939 ist das Heimatkundemuseum ins Gebäude des ehemaligen Gymnasiums eingezogen. Im Jahr 1960 gewann es dann neue Räumlichkeiten. hat hier ihren Sitz auch die Stadtbibliothek – die heutige Václav Štech Bibliothek. In demselben Gebäude hat seinen Sitz auch das Informationszentrum Slaný. Im Jahr 1997 wurde im hinteren Trakt des Gebäudes ein neues Stadtkino ausgebaut und eröffnet.
DAS ALTERTÜMLICHE UNGELD - (tsch. Ungelt) - Das Haus Nr. 4
Die Geschichte des altertümlichen Ungelds (tsch. Ungelt) – des Hauses Nr. 4 reicht bis ins Jahr 1377. Damals gewährte der König der Stadt im Austausch gegen eine Anleihe das Salzrecht und das Recht Salzpfennig erheben zu dürfen. Das Salzrecht erlaubte den Kaufleuten mit dem kostbaren Gut zu handeln, Salz zu lagern und zu verkaufen. Das ursprünglich spätgotische Haus wurde im Barockstil umgebaut und in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts neu restauriert. Durch seinen ursprünglichen Durchgang gelangen wir zur Štěchová-Straße. Im Jahr 2007 erfolgte seine umfangreiche Renovierung.
DAS RATHAUS (das Haus Nr. 3)
Steht anstelle eines alten Hauses, das dem Kaiser Karl IV. nach dem Tod seines Besitzers – des Bürgers Lukáš verfiel. Die Stadt erhielt das Haus am 23. Juni 1378 vom Kaiser geschenkt. Der Kaiser bedang sich aus, dass das Haus zum Rathaus umgebaut werden muss. Das ursprüngliche Gebäude war einstöckig, mit einem hohen treppenförmigen Giebel und einem im Grundriss viereckigen hohen prismenförmigen Turm, der sich mit einem Laubengang in die Höhe des heutigen Turms ragte. Seine Zwiebelkuppel wurde auf der Spitze mit einem Stern geziert. Nach dem Prager Vorbild wurde in die Höhe des ersten Stockwerks eine astronomische Uhr angebracht. Ihr Zifferblatt hatte 24 Unterteilungen, mit 24 Ziffern, das im Uhrzeigersinn mit einer Geschwindigkeit von einer Umdrehung alle 24 Stunden drehte. Im Jahr 1751 ließ der Graf Michal Bořita von Martinic anstelle des alten Rathauses ein neues ausbauen. Am 2. August 1795 fiel das Gebäude einem Großbrand zum Opfer. In den Jahren 1795-1796 wurde das Rathaus wieder erbaut. Am Turm wurde eine neue Uhrenanlage mit zwei Zifferblättern und zwei Schlagwerken angebracht. Ein weiterer umfangreicher Umbau erfolgte im Jahr 1890 nach Entwurf des Architekten Rudolf Štech im Stil der Neurenaissance. Der Turm wurde 43 m hoch und zweistöckig. Die Uhrzifferblätter wurden auf allen vier Seiten des Turmes eingebaut. Unter und über den Uhrzifferblättern sehen wir rechteckige Fenster mit einer flachen Fensterumfassung. Im Eckenbereich wurde das Rathaus mit Bossensteinen verkleidet. Wir gehen durch das Welwarner Tor (Velvarská brána) zum Hlaváček-Platz.
VELVARSKÁ BRÁNA - DAS WELWARNER TOR
Das Tor stellt eines der letzten erhaltenen Stadtmauerfragmente dar. Urkundlich erscheint das Tor erstmals im Jahr 1443, im Zusammenhang mit dem Verkauf der Häuser in seiner Umgebung. Unter der Regierung des Königs Georg von Podiebrad erfolgte seine Restaurierung. Das ursprüngliche Tor bestand aus einem Mittelteil mit dem Tordurchgang, einem Vorwerk mit der Zinne und einer Brücke, die über den trockenen Graben führte. Von der Vorstadt aus betrachtet linker Hand wurde das Tor durch eine Bastei geschützt. Im 16. Jahrhundert fiel das Stadttor mehreren Bränden zum Opfer und somit kam es mehrmals zu seiner Renovierung. Die letzten Sanierungsarbeiten erfolgten an der Wende der Jahre 1993-1994. Der Turm ist insgesamt 38 m hoch. Der Durchgang ist 8 m lang, 4,7 m breit und hoch. Die Spannweite seines Bogens beträgt 2.80 m.
DER HLAVÁČEK-PLATZ
Im Jahr 1869 wurde zum neuen Bürgermeister Josef Hlaváček (1831-1911), geboren in Královice bei Slaný (Kralowitz b. Schlan), gewählt. Beträchtlich trat er ins öffentliche Leben im Jahr 1864, als Gründungmitglied der Bürgervorschusskasse. An der Spitze der Bezirksverwaltung stand er mehr als dreißig Jahre (1869-1903). Er erwarb sich große Verdienste um die Errichtung von drei Wohlfahrteinrichtungen – des Kranken-, Siechen- und Waisenhauses. Er trug wesentlich zur Gründung der Bezirkswirtschaftsvorschusskasse (1882) und zum Ausbau des Bezirksrathauses (in der Wilsonova-Straße) bei. Für seine Verdienste wurde er schon zu Lebzeiten weithin geachtet und zum Ehrenbürger ernannt. Am 26. März 1930 - während der Sitzung des Stadtrates - wurde ihm zu Ehren dem Platz vor dem damaligen Waisen- und Siechenhaus und von der Winterwirtschaftsschule der Name Hlaváček-Platz verliehen.
DAS KLOSTER HLGST. DREIFALTIGKEIT – DAS KLOSTER DER UNBESCHUHTEN KARMELITER IN SLANÝ
Ursprünglich handelte sich um das Franziskanerkloster. Seine Gründung im Jahr 1655 war eines der ersten positiven Anzeichen der Erneuerung hiesiger Region, die von den Kampfhandlungen der Truppen infolge des Dreißigjährigen Kriegs stark verwüstet wurde.
Die Kirche selbst wurde schon in den Jahren 1581-1602 errichtet. Die Erneuerung der Kirche und der Klosterausbau erfolgten in den Jahren 1655-1670. Der Großbrand, dem das Gebäude im Jahr 1665 zum Opfer fiel, erzwang einen neuen Umbau, vermutlich nach Entwurf des italienischen Architekten Giovanni Domenico Orsi. Dadurch erhielt die Kirche ihre heutige barocke ausgeleuchtete Gestaltung, halbrunde Seitenkapellen und Kuppelgewölbe. Die Loretokapelle wurde vom Grafen von Martinic im Jahr 1657 nach seiner Heimkehr aus der Pilgerfahrt nach Loretto in Italien ausgebaut. Die Loretokapelle und die Statue der Schwarzen Muttergottes bilden das Zentrum und das Herz der Kirche. Das Kloster ist von den Unbeschuhten Karmelitern bewohnt und wird mitsamt dem Garten schrittweise rekonstruiert. Der Orden ist in Slaný seit dem Jahr 1993 tätig.
DIE WINZER- UND FISCHERSÄULE
Vermutlich reicht die Geschichte der ursprünglichen Säule in die Regierungszeit Karls IV. zurück. Andere Quellen gehen bis ins 16. Jahrhundert. Die Säule hatte ihren ursprünglichen Platz unterhalb der St. Wenzelkirche in Ovčáry (Owtschar, Schafhütten). Ihre Kopie stammt aus der Werkstatt des Bildhauers Václav Nejtek. Die Fragmente der ursprünglichen Säule wurden ins Heimatkundemuseum in Slaný überführt, einige wurden aber auch beim Bau der Straße nach Velvary (Welwarn) verwendet.
DIE ST. WENZELKIRCHE IN OVČÁRY (Schafhütten)
Vermutlich fällt die Gründung der Kirche in die Vorhussitenzeit. Ihre schriftliche Ersterwähnung geht auf das Jahr 1465 zurück. Die Kirche hat ein polygonales Presbyterium, von dessen Achse ihr Kirchenschiff abgelenkt ist. Dafür kann es eine technische Ursache geben, oder es drückt vielleicht das nach rechts geneigte Haupt Jesu aus, da es in diesem Fall sehr symbolträchtig sein könnte. Die letzte Renovierung und Neueinweihung erfolgte im Jahr 2004.
DER KURORT SLANÝ
Anstelle des heutigen Feuerwehrhauses stand im 19. Jahrhundert ein Kurhaus, das auf Veranlassung des k. k. Kreisamts in Slaný und des damaligen Bürgermeisters Scharf ausgebaut wurde. Dem hiesigen von Sagen umwobenen Wasser wurden - durch das Vorhandensein von zwei Brunnen unterhalb des Schlaner Bergs (Slánská hora) - heilende Kräfte nachgesagt. Im Jahr 1843 wurde das Kurhaus fertig gebaut. Es wurde auch mit Material aus dem im Jahr 1841 niedergerissenen Prager Tor aufgebaut. Innerhalb kurzer Zeit erwies sich, dass sein Standort unpassend gewählt wurde. Das Wasser war allerdings nicht so wundertätig, wie es vorausgesetzt wurde und es war nicht möglich, noch weitere Kurhäuser oder einen Park zu errichten. Der Kurhausbetrieb rentierte sich nicht und im Jahr 1938 wurde der Kurort aufgelöst. Sein Gebäude wurde von der Stadt der Freiwilligen Feuerwehr geschenkt. An seiner Stelle wurde ein neues Feuerwehrhaus ausgebaut. Vom ehemaligen Gebäude blieb nur der Straßenname „Lázeňská-Straße“ erhalten.
SLÁNSKÁ HORA A SLÁNSKÝ PRAMEN – DER SCHLANER BERG UND DIE SALZQUELLE
Der Charakter der ganzen Gegend wurde durch ein Massiv vulkanischen Ursprungs geprägt. Der Schlaner Berg steht unter Naturschutz und verfügt über einen Lehrweg und einen neu errichteten Waldpark. Die am Bergfuß sprudelnde Salzquelle gab der späteren Stadt ihren Namen. Hinsichtlich der günstigen Lage inmitten der fruchtbaren Landschaft und vermutlich auch aus Schutzgründen war hiesige Gegend schon in der Urzeit von Menschen besiedelt. Die später unterhalb des Schlaner Bergs entstandene Ortschaft belegen zwei Urkunden des Königs Ottokar II. Přemysl aus den Jahren 1262 und 1271.
An die Quelle knüpft sich die Sage von ihrer Entdeckung durch den Fürsten Nezamysl und sein Gefolge. Der Schlaner Berg (330 m. ü. m.) ist ein Ergussgestein vulkanischen Ursprungs und stammt aus dem Tertiär. Er war im 1726 zum letzten Mal aktiv.
Am1. Februar 1998 wurde der Schlaner Berg unter Naturschutz gestellt. Auf seinem Gipfel stehen drei Kreuze, die das Leiden der Stadtbewohner während des Dreißigjährigen Kriegs symbolisieren. Hier eröffnet sich auch eine herrliche Aussicht auf die Stadt.
PALABA
Die bekannte Fabrik für elektrische Zellen und Batterien gehört zu den jüngeren Betrieben in der Stadt. Aber diese ursprünglich kleine Fabrik verzeichnete bald ein schnelles Wachstum. Ihrerzeit konnte man sie mit dem Wirtschaftswunder von Tomas Baťa vergleichen. Die derzeit moderne Fabrik wurde von Jaroslav Pála gegründet. Anfang Oktober 1925 wurde sie in Betrieb gesetzt. Das große Wachstum der Produktion überstieg alle Erwartungen und erforderte die Erweiterung des Betriebs, der weiter die Marke PALABA Slaný trug und bis 800 Arbeiter beschäftigte. Nach der Verstaatlichung im Jahr 1946 trug der Betrieb einen neuen Namen Bateria.
Hinter dem Bahnübergang sehen wir rechter Hand das Gebäude des alten Schlachthofs.
DAS SPEEDWAY-STADION
Auf dem Weg meiden wir linker Hand das Speedway-Stadion. Der Moto Club Slaný wurde am 1. 12. 1922 gegründet. Die Idee, in Slaný ein Speedway-Stadion zu errichten, geht auf die Jahre 1948-1949 zurück. Mit dem Rennen wurde am 13. 8. 1950 begonnen. Dieser Sport ist in Slaný hoch geachtet und seine Funktionäre waren immer sehr progressiv. Davon zeugt auch die Installation der künstlichen Beleuchtung im Stadion im Jahr 1954. Am 26. Mai fand das erste Rennen unter künstlicher Beleuchtung in der ehemaligen Tschechoslowakei statt. Mit dem Bau der Tribüne wurde im Jahr 1984 begonnen und im Jahr 1988 wurde sie fertig gebaut.
SANIERUNG DER DEPONIE
Im Dezember 2003 wurde die ein Jahr dauernde Sanierung der ehemaligen Stadtdeponie vollendet. In Bezug auf den Umfang der Erdarbeiten handelte sich um die größte Aktion in der Geschichte der Stadt. Zum Gedenken wurde an ihrer Stelle ein über sechs Tonnen schwerer Steinblock aus Mrakotiner Granit aufgestellt.
BOŽÍ HROB - DAS GOTTESGRAB
Zwischen den Gärten kommen wir zum Kreuz. Dort biegen wir nach rechts ein und gelangen auf einen leicht aufsteigenden Waldweg, der direkt zur Kapelle führt. Die Grabeskapelle steht auf einer Anhöhe im südlichen Teil der Stadt. Die Kapelle wurde nach dem Vorbild des heiligen Grabes in Jerusalem vom Grafen Bernard Ignác von Martinic im Jahr 1665 nach seiner Heimkehr aus Jerusalem ausgebaut. Seit undenklichen Zeiten war die Grabeskirche in der Altstadt Jerusalems das Ziel der Pilger. Davon zeugen nicht nur alte Aufzeichnungen über ihre Reisen, sondern auch verschiedene künstlerische Gegenstände. Die Abbildung des Gottesgrabes begegnet uns auf Reliefen, Elfenbeinplatten oder Ampullen, in denen Pilger geweihtes Wasser oder Öl aus dem Heiligen Land mitbrachten.
Die Architektur erfuhr viel Änderungen, Zerstörungen und folgende Umgestaltungen. Die berühmte Gravierung von Erhard Reuwich aus dem Jahr 1483 stellt die Kapelle in ihrer frühmittelalterlichen Form dar. In diesem Zustand blieb sie bis zum Brand im Jahr 1808 erhalten, dann wurde sie niedergerissen und neu ausgebaut. Die Kapelle in Slaný hat einen polygonalen Kern und ihre Stirnseite ist durch eine Blendarkade gegliedert, die von Säulen verschiedener Art gestützt wird. Die Kuppel mit glockenförmigem Dach kopiert die polygonale Form der Kapelle. Wenn wir in den inneren Raum der sog. Engelskapelle eintreten, sehen wir auf dem Boden einen Quaderstein - ein Symbol des vom Grab weg gewälzten Steines. Auf der nördlichen Seite der Gruft befindet sich eine Steinplatte, auf der der tote Leib Jesu lag. Dieses Denkmal gilt als das älteste seiner Art in Tschechien. Es handelt sich um einen frühbarocken Kirchenbau.
PŘÁDELNA BAVLNY –DIE BAUMWOLLSPINNEREI – von HONORÉ DE LIESER
Die ursprüngliche Baumwollspinnerei in der Ouvalova-Straße fiel im Jahr 1900 einem Großbrand zum Opfer und der Baron de Lieser ließ im Jahr 1903 eine neue Spinnerei in Kvíček (Klein-Kewitz) ausbauen. Im Jahr 1914 wurde sie von der Gesellschaft Ferdinand Přibyl und Söhne gekauft. Nach der Verstaatlichung wurde die Fabrik in den Nationalbetrieb Benar eingegliedert.
NA VYHLÍDCE – ZUR AUSSICHT
Die rege archäologische Tätigkeit der letzten Tage in der Umgebung der Stadt Slaný betraf auch den Standort „Na Vyhlídce“ (früher „Na Vejrovně“). Hiesige Funde sind der linearkeramischen Kultur zuzuweisen und datieren in die Zeit um 5000 v. Chr.
VELKÝ SLÁNSKÝ RYBNÍK - DER GROßE SCHLANER TEICH
Am Ende des 15. Jahrhunderts gab es in Slaný und in seiner Umgebung die Zehnen von umfangreichen Teichen. Die Fischerzunft gehörte neben der Winzerzunft zu den reichsten Zünften in der Stadt. Die Abfischungen zogen viele Menschen aus der Umgebung an. Die Fische, besonders Karpfen, Hechte und Forellen wurden auch an die königliche Tafel geliefert. Während des Dreißigjährigen Kriegs wurden die notwendigen Unterhaltungsarbeiten an den Teichen und Dämmen aus Mangel an Kraft oder an Geld vernachlässigt und die Teiche verödeten. Die Teiche begannen die Felder zu überfluten. Nach der Schlacht am Weißen Berg ließ der Graf Jaroslav Bořita von Martinic noch weitere Teiche liquidieren. Binnen 240 Jahren erlosch der Ruhm der Schlaner Teichwirte. Es wurden insgesamt 97 umfangreiche Teiche beseitigt. In der Umgebung der Stadt Slaný gibt es kein flüssiges Wasser, außer ein paar kleinen Bächen, die als fischleer gelten. Zu den größeren Flüssen mussten die Angler mit dem Zug fahren, da es damals noch sehr wenig Autos gab. Deshalb entschlossen sich die Angler auf Veranlassung von Jindřich Skorkovský, dass sie in Slaný einen Anglerverein gründen. Im Jahr 1951 wurde zwischen der Gemeinde Studeněves und der Stadt Slaný der Große Schlaner Teich, der „Přehrada“ (Stausee) und später „Novas“ genannt wurde, angelegt. Der Teich diente auch als Rückhaltbecken für die Stadt Slaný. Der Teichdamm ließ das Wasser durch und musste mehrmals saniert werden. Im Jahr 1954 wurde der Teich zum ersten Mal mit Fischen besetzt. Offiziell wurde er im Jahr 1956 zur Nutzung übergeben.
VÍCEÚČELOVÁ SPORTOVNÍ HALA - DIE MEHRZWECKHALLE
Die Mehrzweckhalle befindet sich am südwestlichen Stadtrand. Im Jahr 1978 wurde neben dem Athletikstadion mit Schlackenbahn eine Winterhalle eröffnet. Es gibt hier auch einen Fußballspielplatz und eine Schwimmhalle. In Räumlichkeiten der Winterhalle steht der Öffentlichkeit eine Eisfläche zur Verfügung. Für die Ballspiele ist der Turnsaal in der Nordtribüne geeignet. Die Sportfans können sich auch auf dem Squah-Court oder auf zwei Bowlingbahnen austoben. Das Fitnesszentrum bietet alle Arten von Aerobic. Zum Prestige der Sportanlagen trägt das regelmäßige Veranstalten von internationalen Meetings. In diese Kategorie sind auch die alljährlichen Jaromír Jágr und Tomáš Kapusta Eishockeyschulen einzuordnen. Tomáš Kapusta ist ehemaliger National- und Extraligaspieler, der lange Jahre in Kanada, Finnland, Schweden und in den USA tätig war.
Městský úřad Slaný, Velvarská 136, 274 01 Slaný, ústředna: 312 511 111, fax: 312 522 771
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